Das bedeutet Ihr Multi-Cancer-Check Befund

Hier erfahren Sie, wie Ihre Ergebnisse zu verstehen sind und welche Schritte als nächstes einzuleiten sind
Lesedauer: 11 Minuten

Das bedeutet Ihr Multi-Cancer-Check Befund

Hier erfahren Sie, wie Ihre Ergebnisse zu verstehen sind und welche Schritte als nächstes einzuleiten sind.
Lesedauer: 11 Minuten

Wenn Sie das Ergebnis Ihres Multi-Cancer-Checks in der Hand halten, kann das im ersten Moment beunruhigend sein. Doch genau hier ist es wichtig, innezuhalten: der Multi-Cancer-Check ist ein Vorsorgetest und kein Diagnose-Tool. Er untersucht bestimmte Signale, die u.U. auf eine Krebserkrankung hindeuten, aber auch ganz andere Ursachen haben können. Der Test ist also kein Beweis, sondern ein Frühwarnsystem, das dazu dient, Veränderungen möglichst bald zu erkennen, um mehr Handlungsspielraum zu gewinnen. Es ist daher völlig richtig, wenn Sie das Ergebnis ernst nehmen, aber es ist genauso richtig, keine Panik zu bekommen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin hilft Ihnen dabei, Schritt für Schritt zu klären, was hinter Ihrem Ergebnis steckt. Dieser Beitrag soll Sie dabei unterstützen und ein gutes Gerüst für die weitere Vorgehensweise bieten.

Was der Test zeigt und was nicht

Der Multi-Cancer-Check ist ein einfacher Blut-Test, der Ihre metabolomische Signatur untersucht – also winzige chemische Signale, die  auf Veränderungen im Körper hinweisen können. Man kann sich das Blut wie eine Informationsquelle vorstellen, die laufend Botschaften aus unterschiedlichen Organen sammelt. Der Multi-Cancer-Check filtert diese Signale heraus und vergleicht sie mit jenen, die bei Krebspatienten/-innen festgestellt wurden. Das Ergebnis ist ein „‚Ähnlichkeits-Score“, der in drei Kategorien unterteilt wird: 

🟢 Geringe Ähnlichkeit: Keine bedenklichen Signale gefunden. Es ist keine weitere Abklärung nötig.

🟡 Leichte Ähnlichkeit: Kleine Abweichungen gefunden, welche oft harmlos sind. Eine Nachtestung in 6 Monaten ist ausreichend. 

🔴 Erhöhte Ähnlichkeit: Bestimmte Blutmuster sind stärker verändert. Das ist ein Hinweis, der näher untersucht werden sollte.

Wichtig bei erhöhter Ähnlichkeit:

Der Test sagt nicht, in welchem Organ die Signale entstehen. Er erkennt nur, dass etwas anders ist. Deshalb beginnt hier die eigentliche medizinische Abklärung.

Empfohlener Abklärungspfad nach positivem Ergebnis

Dieser Abklärungspfad stellt eine unverbindliche Empfehlung zur Unterstützung der klinischen Entscheidungsfindung dar und ist nicht als Leitlinie zu verstehen.

Schritt 1: Eine kostenlose Nachtestung

Wenn Sie ein Ergebnis mit erhöhter Ähnlichkeit erhalten, vereinbaren Sie innerhalb der nächsten Tage einen Termin bei Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer behandelnden Ärztin. Der allererste Schritt ist immer eine kostenlose Nachtestung. Ihre Probe wird erneut geprüft, um sicherzustellen, dass das Ergebnis nicht von einer schlechten Tagesverfassung oder anderen Faktoren verfälscht wurde. Das ist wichtig, weil unser Stoffwechsel nie an jedem Tag gleich ist. Schon ein kleiner Infekt, eine Entzündung, Medikamente oder Schlafmangel können die untersuchten Werte beeinflussen. Ergibt die Nachtestung eine geringe Ähnlichkeit, ist keine weitere Abklärung notwendig. Bei leichter Ähnlichkeit ist eine Nachtestung in 6 Monaten sinnvoll und bestätigt sich die erhöhte Ähnlichkeit, beginnt die gezielte medizinische Abklärung.

Schritt 2: Ärztliche Anamnese

Das Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ist der wichtigste nächste Schritt. Hier wird Ihre persönliche Situation in Ruhe eingeordnet und entschieden, wie es weitergeht. Um das Gespräch möglichst effizient zu gestalten, ist es hilfreich, sich vorab einige Punkte zu notieren und zum Termin mitzubringen. So stellen Sie sicher, dass nichts Wichtiges vergessen wird.

Folgende Fragen und Themen werden dabei in der Regel besprochen:

Gerade die familiäre Vorgeschichte kann wichtige Hinweise liefern. Treten bestimmte Erkrankungen gehäuft in einer Familie auf, kann das auf eine genetische Veranlagung hinweisen. In solchen Fällen kann eine präventionsgenetische Analyse sinnvoll sein, sofern diese noch nicht erfolgt ist. Die Ergebnisse können dabei helfen, individuelle Risikofaktoren besser einzuordnen und die Abklärung entsprechend anzupassen. Gemeinsam mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin wird daraus die weitere Vorgehensweise abgeleitet.

Schritt 3: Kostengünstige Basisuntersuchungen 

Bevor aufwendigere Untersuchungen zum Einsatz kommen, werden zunächst grundlegende Basis-Checks in der Praxis durchgeführt. Dazu zählen unter anderem folgende Werte (je nach Anamnese):

VerdachtszoneMögliche HinweiseErste Untersuchungen
Blut / EntzündungssystemMüdigkeit, Infektanfälligkeit, unklare BeschwerdenBlutbild, CRP oder BSG
Leber & GalleDruck im rechten Oberbauch, Müdigkeit, IkterusLeberwerte (GOT, GPT, GGT, AP, Bilirubin)
Niere & HarntraktVeränderungen beim Wasserlassen, HämaturieKreatinin, eGFR, Harnstatus
Stoffwechsel / BlutzuckerMüdigkeit, GewichtsschwankungenGlukose, HbA1c
EisenstoffwechselMüdigkeit, Blässe, LeistungsabfallFerritin, Eisenstatus
DarmVerdauungsprobleme, Blut im StuhlStuhltest auf okkultes Blut
Allgemeine Organübersichtunspezifische BeschwerdenUltraschall Abdomen

Müdigkeit, Infektanfälligkeit, unklare Beschwerden
→ Blutbild, CRP oder BSG

Druck im rechten Oberbauch, Müdigkeit, Ikterus
→ Leberwerte

Veränderungen beim Wasserlassen, Hämaturie
→ Kreatinin, eGFR, Harnstatus

Müdigkeit, Gewichtsschwankungen
→ Glukose, HbA1c

Müdigkeit, Blässe, Leistungsabfall
→ Ferritin, Eisenstatus

Verdauungsprobleme, Blut im Stuhl
→ Stuhltest

Diese Untersuchungen liefern rasch erste Hinweise darauf, ob bestimmte Organfunktionen beeinträchtigt sind oder Entzündungsprozesse vorliegen. Viele dieser Basisuntersuchungen werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen.

Parallel überprüft der Arzt bzw. die Ärztin den aktuellen Vorsorgestatus: Sind Mammographie, Koloskopie, Hautkontrolle oder PAP-Test auf dem neuesten Stand? Häufig lassen sich bereits in diesem Schritt wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Schritt 4A: Organspezifische Untersuchungen

Wenn sich aus dem Gespräch, der körperlichen Untersuchung oder den ersten Basischecks Hinweise auf ein bestimmtes Organsystem ergeben, wird in diesem Bereich gezielt weiter abgeklärt. Das ist der wichtigste Grundsatz: nicht alles auf einmal untersuchen, sondern dort beginnen, wo es konkrete Hinweise gibt. Diese gezielte Vorgehensweise ist in den meisten Fällen der schnellste und schonendste Weg zur Abklärung eines auffälligen Befundes.

Typische erste Untersuchungen sind einfache, gut verfügbare Methoden wie Ultraschall, Röntgen oder spezifische Blutwerte. Je nach Verdacht können auch direkt weiterführende Untersuchungen sinnvoll sein, zum Beispiel eine Darmspiegelung, Magenspiegelung oder Mammographie.

Kostenübernahme: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gilt grundsätzlich, dass bei einem konkreten medizinischen Verdacht, notwendige Untersuchungen von der Krankenkasse übernommen werden. Das betrifft insbesondere gezielte, organspezifische Abklärungen wie Ultraschall, Röntgen, Endoskopien (z.B. Darm- oder Magenspiegelung) sowie CT oder MRT eines bestimmten Körperbereichs. Entscheidend ist dabei immer die ärztliche Begründung. Je klarer der Verdacht, desto eher erfolgt die vollständige Kostenübernahme. Fragen Sie deshalb vor der Untersuchung beim zuweisenden Arzt bzw. der zuweisenden Ärztin, beim behandelnden Zentrum oder direkt bei der Gesundheitskasse nach, ob eine (teilweise) Kostenrückerstattung möglich ist.

🔗 Österreich: Kostenübernahme ÖGK

Übersicht: Onkologische Verdachtsdiagnostik

Verdacht

Anamnese / Leitsymptome

Kostengünstige Erstuntersuchung

Nächste Stufe bei hohem Verdacht

Blase

Makro-/Mikrohämaturie, Rauchen, irritative Miktionsbeschwerden

Harnstatus, Sonographie Harntrakt

Urologische Abklärung + Zystoskopie

Brust

Knoten, Hauteinziehung, Sekretion, axilläre Lymphknoten

Klinische Brustuntersuchung

Mammographie + Sonographie, ggf. Biopsie

Dickdarm

Blut im Stuhl, Stuhlgangsänderung, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust

Rektale Untersuchung, Blutbild, Ferritin

Koloskopie

Eierstock

Blähbauch, Druckgefühl, frühe Sättigung, Beckenschmerz, Familienanamnese

Gynäkologische Untersuchung

Transvaginaler Ultraschall

Gebärmutter 

Postmenopausale Blutung, unregelmäßige Blutungen

Gynäkologische Untersuchung,

Transvaginaler Ultraschall, ggf. Endometriumbiopsie / Hysteroskopie

Gebärmutterhals 

Kontaktblutung, Zwischenblutung, Ausfluss

Gynäkologische Untersuchung, PAP/HPV

Transvaginaler Ultraschall, ggf. Endometriumbiopsie / Hysteroskopie

Haut

Neue/veränderte pigmentierte Läsion, nicht heilende Wunde

Ganzkörper-Hautinspektion

Dermatoskopie / Exzisionsbiopsie / Dermatologie

Leber

Zirrhose, Hepatitis, Alkohol, RUQ-Schmerz, Gewichtsverlust

Abdomen-Ultraschall + Leberwerte

Mehrphasen-CT oder MRT Leber

Lunge

Rauchen, Husten, Hämoptysen, Dyspnoe, Thoraxschmerz, Gewichtsverlust

Thorax-Röntgen

CT Thorax mit Kontrast

Magen

Epigastrische Beschwerden, frühe Sättigung, Meläna, Gewichtsverlust

Blutbild, Ferritin, ggfs. H. pylori ergänzend

Gastroskopie

Niere

Hämaturie, Flankenschmerz, tastbare Resistenz, Gewichtsverlust

Nieren-/Abdomen-Ultraschall

CT Abdomen mit Kontrast

Pankreas

Oberbauch-/Rückenschmerz, Ikterus, Gewichtsverlust, neu entgleister Diabetes

Leberwerte, Bilirubin, Lipase, Abdomen-Ultraschall

CT Abdomen (Pankreasprotokoll) oder MRCP / gastroenterologische Abklärung

Rektal

Blut im Stuhl, Stuhlgangsänderung, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust

Rektale Untersuchung, Blutbild, Ferritin

Koloskopie

Speiseröhre

Dysphagie, Odynophagie, Reflux, Gewichtsverlust

Klinische Einordnung

Gastroskopie

Verdacht Anamnese / Leitsymptome Kostengünstige erste Untersuchung Nächste Stufe bei hohem Verdacht
Lungenkrebs Rauchen, Husten, Hämoptysen, Dyspnoe, Thoraxschmerz, Gewichtsverlust Thorax-Röntgen CT Thorax mit Kontrast
Kolorektalkrebs Blut im Stuhl, Stuhlgangsänderung, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust Rektale Untersuchung, Blutbild, Ferritin Koloskopie
Magenkrebs Epigastrische Beschwerden, frühe Sättigung, Meläna, Gewichtsverlust Blutbild, Ferritin, ggf. H. pylori ergänzend Gastroskopie
Ösophaguskrebs Dysphagie, Odynophagie, Reflux, Gewichtsverlust Klinische Einordnung Gastroskopie
Pankreaskarzinom Oberbauch-/Rückenschmerz, Ikterus, Gewichtsverlust, neu entgleister Diabetes Leberwerte, Bilirubin, Lipase, Abdomen-Ultraschall CT Abdomen (Pankreasprotokoll) oder MRCP / gastroenterologische Abklärung
Leberkrebs Zirrhose, Hepatitis, Alkohol, RUQ-Schmerz, Gewichtsverlust Abdomen-Ultraschall + Leberwerte Mehrphasen-CT oder MRT Leber
Nierenkrebs Hämaturie, Flankenschmerz, tastbare Resistenz, Gewichtsverlust Nieren-/Abdomen-Ultraschall CT Abdomen mit Kontrast
Blasenkrebs Makro-/Mikrohämaturie, Rauchen, irritative Miktionsbeschwerden Harnstatus, Sonographie Harntrakt Urologische Abklärung + Zystoskopie
Brustkrebs Knoten, Hauteinziehung, Sekretion, axilläre Lymphknoten Klinische Brustuntersuchung Mammographie + Sonographie, ggf. Biopsie
Ovarialkarzinom Blähbauch, Druckgefühl, frühe Sättigung, Beckenschmerz, Familienanamnese Gynäkologische Untersuchung Transvaginaler Ultraschall
Endometriumkarzinom Postmenopausale Blutung, unregelmäßige Blutungen Gynäkologische Untersuchung Transvaginaler Ultraschall, ggf. Endometriumbiopsie / Hysteroskopie
Zervixkarzinom Kontaktblutung, Zwischenblutung, Ausfluss Gynäkologische Untersuchung, PAP/HPV Kolposkopie
Hautkrebs Neue/veränderte pigmentierte Läsion, nicht heilende Wunde Ganzkörper-Hautinspektion Dermatoskopie / Exzisionsbiopsie / Dermatologie

Leitsymptome:
Makro-/Mikrohämaturie, Rauchen, irritative Miktionsbeschwerden

Erste Untersuchung:
Harnstatus, Sonographie Harntrakt

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Urologische Abklärung + Zystoskopie

Leitsymptome:
Knoten, Hauteinziehung, Sekretion, axilläre Lymphknoten

Erste Untersuchung:
Klinische Brustuntersuchung

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Mammographie + Sonographie, ggf. Biopsie

Leitsymptome: 
Blut im Stuhl, Stuhlgangsänderung, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Rektale Untersuchung, Blutbild, Ferritin

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Koloskopie

Leitsymptome:
Blähbauch, Druckgefühl, frühe Sättigung, Beckenschmerz, Familienanamnese

Erste Untersuchung:
Gynäkologische Untersuchung

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Transvaginaler Ultraschall

Leitsymptome:
Kontaktblutung, Zwischenblutung, Ausfluss

Erste Untersuchung:
Gynäkologische Untersuchung, PAP/HPV

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Transvaginaler Ultraschall, ggf. Endometriumbiopsie / Hysteroskopie

Leitsymptome:
Postmenopausale Blutung, unregelmäßige Blutungen

Erste Untersuchung:
Gynäkologische Untersuchung, 

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Transvaginaler Ultraschall, ggf. Endometriumbiopsie / Hysteroskopie

Leitsymptome:
Neue/veränderte pigmentierte Läsion, nicht heilende Wunde

Erste Untersuchung:
Ganzkörper-Hautinspektion

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Dermatoskopie / Exzisionsbiopsie / Dermatologie

Leitsymptome:
Zirrhose, Hepatitis, Alkohol, RUQ-Schmerz, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Abdomen-Ultraschall + Leberwerte

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Mehrphasen-CT oder MRT Leber

Leitsymptome:
Rauchen, Husten, Hämoptysen, Dyspnoe, Thoraxschmerz, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Thorax-Röntgen

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
CT Thorax mit Kontrast

Leitsymptome:
Epigastrische Beschwerden, frühe Sättigung, Meläna, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Blutbild, Ferritin, ggfs. H. pylori ergänzend

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Gastroskopie

Leitsymptome:
Hämaturie, Flankenschmerz, tastbare Resistenz, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Nieren-/Abdomen-Ultraschall

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
CT Abdomen mit Kontrast

Leitsymptome:
Oberbauch-/Rückenschmerz, Ikterus, Gewichtsverlust, neu entgleister Diabetes

Erste Untersuchung:
Leberwerte, Bilirubin, Lipase, Abdomen-Ultraschall

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
CT Abdomen (Pankreasprotokoll) oder MRCP / gastroenterologische Abklärung

Leitsymptome: 
Blut im Stuhl, Stuhlgangsänderung, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Rektale Untersuchung, Blutbild, Ferritin

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Koloskopie

Leitsymptome: 
Dysphagie, Odynophagie, Reflux, Gewichtsverlust

Erste Untersuchung:
Klinische Einordnung

Nächste Stufe bei hohem Verdacht:
Gastroskopie

Schritt 4B: Oberkörper-CT (Hals/Thorax/Abdomen/Becken)

Wenn sich aus dem Gespräch, der körperlichen Untersuchung oder den ersten Basischecks KEINE Hinweise auf ein bestimmtes Organsystem ergeben, kann sich ein Oberkörper-CT (Hals/Thorax/Abdomen/Becken) als hilfreich erweisen.

Ein CT ermöglicht eine systematische, hochauflösende Darstellung mehrerer zentraler Organsysteme in einem einzigen Untersuchungsschritt. Während einzelne Symptome oft unspezifisch bleiben, können strukturelle Veränderungen im Körper bereits deutlich sichtbar sein, lange bevor sie klinisch „greifbar“ werden. Dadurch lassen sich auch solche Veränderungen erkennen, die sich klinisch noch nicht eindeutig zuordnen lassen oder in klassischen Laborparametern bislang nicht sichtbar geworden sind. Es können unter anderem Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren sowie Lymphknotenstationen beurteilt werden – also typische Manifestationsorte verschiedener Tumorerkrankungen. Auffällige Befunde liefern dabei eine wichtige Grundlage für eine gezielte weiterführende Diagnostik, während ein unauffälliges Ergebnis in vielen Fällen bereits zur Beruhigung beitragen und unnötige invasive Maßnahmen vermeiden kann. Gleichzeitig zeichnet sich das CT durch eine hohe Verfügbarkeit und eine vergleichsweise schnelle Durchführung aus, was eine zügige diagnostische Einordnung unterstützt.

Kostenübernahme: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland gilt grundsätzlich, dass ein Oberkörper-CT dann von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen wird, wenn eine klare medizinische Indikation vorliegt und die Untersuchung ärztlich zugewiesen wurde. Je klarer der Verdacht, desto eher erfolgt die vollständige Kostenübernahme. Fragen Sie deshalb vor der Untersuchung beim zuweisenden Arzt bzw. der zuweisenden Ärztin, beim behandelnden Zentrum oder direkt bei der Gesundheitskasse nach, ob eine (teilweise) Kostenrückerstattung möglich ist.

🔗 Österreich: Kostenübernahme ÖGK

Hinweis zu Wartezeiten: 
Um mit der weiteren Abklärung möglichst rasch voran zu kommen, finden sie hier einen hilfreichen Link für lokale Anlaufstellen und aktuelle Wartezeiten.

🔗 Eine Auswahl an Anlaufstellen in Österreich finden Sie hier: https://www.sozialversicherung.at/Wartezeiten

Schritt 5: Großflächigere Bildgebung

Wenn die bisherigen Untersuchungen allesamt keine eindeutige Ursache ergeben haben, kann eine großflächigere Bildgebung sinnvoll sein. In diesem Fall wird häufig ein Ganzkörper-MRT eingesetzt, um den gesamten Körper systematisch zu untersuchen. Das Verfahren liefert hochauflösende Bilder von Organen, Gewebe und Lymphknoten ohne Strahlenbelastung. Die Untersuchung dauert in der Regel 30 bis 90 Minuten und ist schmerzfrei. Ein Ganzkörper-MRT ist kein erster Schritt, sondern kommt erst dann zum Einsatz, wenn die organspezifische Diagnostik keine klare Richtung ergeben hat. Der Grund dafür ist, dass eine breite Bildgebung die Wahrscheinlichkeit von Zufallsbefunden erhöht, die wiederum weitere  Untersuchungen nach sich ziehen können. Sinnvoll ist diese Untersuchung vor allem bei anhaltenden, unklaren Beschwerden, deutlichem Gewichtsverlust, gleichzeitig auftretenden Symptomen oder erhöhter familiärer Belastung.

Vorteile eines Ganzkörper-MRT

  • Keine Strahlenbelastung: Das MRT arbeitet mit Magnetfeldern und ist daher auch bei wiederholten Untersuchungen schonend.
  • Sehr gute Darstellung von Weichteilen: Organe, Lymphknoten und Gewebeveränderungen lassen sich detailliert beurteilen.
  • Breiter Überblick: Mehrere Organsysteme können in einer Untersuchung erfasst werden, insbesondere im Bereich von Weichteilen.
  • Sinnvoll bei unklarer Ausgangslage: Wenn keine klare Verdachtsrichtung besteht, kann das MRT helfen, mögliche Ursachen systematisch einzugrenzen.

⚠️ Nachteile eines Ganzkörper-MRT

  • Längere Untersuchungsdauer: Erfordert ruhiges Liegen über 30–90 Minuten.
  • Zufallsbefunde: Nicht jede Veränderung ist krankhaft, kann aber weitere Abklärungen auslösen.
  • Einschränkungen je nach Fragestellung: Die Lunge oder sehr feine Strukturen werden im CT teilweise besser dargestellt.
  • Kosten bei fehlender Indikation: Häufig Selbstzahlerleistung ohne klare medizinische Begründung.
  • Qualitätsunterschiede zwischen Zentren: Aussagekraft hängt stark von Erfahrung und Untersuchungsprotokoll ab.

Alternative Verfahren

  • CT (Computertomographie): schnell und breit verfügbar, jedoch mit Strahlenbelastung
  • PET-CT: zeigt Stoffwechselaktivität, wird meist erst in späteren Abklärungsstufen eingesetzt

 

Kostenübernahme: Eine umfassende Untersuchung ohne klare Verdachtsrichtung, wie etwa ein Ganzkörper-MRT, wird in der Regel weder in Deutschland noch in Österreich von den gesetzlichen Kassen übernommen und ist meist eine Selbstzahlerleistung. Die Kosten liegen je nach Zentrum und Umfang typischerweise zwischen etwa 800 und 2.500 Euro. Zusatz- oder Privatversicherungen können die Kosten im Einzelfall ganz oder teilweise übernehmen.

Fragen Sie deshalb vor der Untersuchung beim zuweisenden Arzt bzw. der zuweisenden Ärztin, beim behandelnden Zentrum oder direkt bei der Gesundheitskasse nach, ob eine (teilweise) Kostenrückerstattung möglich ist.

🔗Österreich: https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.870526

Empfohlene Anlaufstellen für CT & Ganzkörper-MRT in Deutschland und Österreich

Hier finden Sie einige seriöse, gut bewertete Zentren mit aktuellen Wartezeit-Schätzungen (Stand März 2026, je nach Region/Kapazität schwankend):

InstitutStandortLink
Dr. med. Klaus Kubin – Institut für CT/MRISalzburg

https://www.azs.at/

Universitätsinstitut für Radiologie SalzburgSalzburghttps://salk.at/campus-lkh/radiologie
Radiologie Dr. Dieter LungenschmidInnsbruckhttps://radiologieinnsbruck.at/
MRCT Diagnosezentrum Dr. Andreas Oberhauser GmbHInnsbruckhttps://www.oh-bilddiagnosezentrum.at/
Diagnosehaus 18Wienhttps://www.diagnosehaus.at/
Imaging PratersternWienhttps://imaging.at/online-buchung
Radiologicum PenzingWienhttps://www.radiologicum.wien/standorte/radiologie-1140-wien-radiologicum-penzing
Dr. Rachinger RöntgenordinationLinzhttps://www.institut-rachinger.at/
MR CT Forum ÖdLinzhttps://www.mroed.at/leistungen
Diakonissen Linz RadiologieLinzhttps://www.linz.diakonissen.at/medizinische-schwerpunkte/radiologie/
Diagnostikzentrum GrazGrazhttps://www.dzg.at/
Universitätsklinik für Radiologie GrazGrazhttps://www.uniklinikumgraz.at/radiologie
InstitutStandortLink
Dr. med. Klaus Kubin – Institut für CT/MRISalzburg

https://www.azs.at/

Universitätsinstitut für Radiologie SalzburgSalzburghttps://salk.at/campus-lkh/radiologie
Radiologie Dr. Dieter LungenschmidInnsbruckhttps://radiologieinnsbruck.at/
MRCT Diagnosezentrum Dr. Andreas Oberhauser GmbHInnsbruckhttps://www.oh-bilddiagnosezentrum.at/
Diagnosehaus 18Wienhttps://www.diagnosehaus.at/
Imaging PratersternWienhttps://imaging.at/online-buchung
Radiologicum PenzingWienhttps://www.radiologicum.wien/standorte/radiologie-1140-wien-radiologicum-penzing
Dr. Rachinger RöntgenordinationLinzhttps://www.institut-rachinger.at/
MR CT Forum ÖdLinzhttps://www.mroed.at/leistungen
Diakonissen Linz RadiologieLinzhttps://www.linz.diakonissen.at/medizinische-schwerpunkte/radiologie/
Diagnostikzentrum GrazGrazhttps://www.dzg.at/
Universitätsklinik für Radiologie GrazGrazhttps://www.uniklinikumgraz.at/radiologie
InstitutStandortLink
Dr. Lins MRT Radiologie MünchenMünchenhttps://www.radiologe-in-muenchen.de/
DIE RADIOLOGIE München ZentrumMünchenhttps://www.die-radiologie.de/radiologie-muenchen-zentrum
Radiologie München Alter HofMünchenhttps://www.radiologie-muenchen.de/standorte/radiologie-alter-hof/
LMU Klinikum Innenstadt RadiologieMünchenhttps://www.lmu-klinikum.de/
Uniklinik Frankfurt RadiologieFrankfurthttps://www.unimedizin-ffm.de/
Radiologie Düsseldorf MitteDüsseldorfhttps://www.radiologie-netzwerk-nrw.de/radiologie-dusseldorf-mitte
Radiologikum KrefeldKrefeldhttps://www.radiologiekrefeld.de/
RZM Würzburg Dr. RangeWürzburghttps://www.rzm-wuerzburg.de/
Radiologie am Berliner Platz WürzburgWürzburghttps://www.doctolib.de/gemeinschaftspraxis/wuerzburg/radiologie-am-berliner-platz/booking/patient-insurance-sector?specialityId=1291&telehealth=false&placeId=practice-316149
Radiologie OstendFrankfurthttps://www.radiologie-ostend.de/
Radiologie Zentrum StuttgartStuttgarthttps://portal-radiologiezentrum-stuttgart.de/termin.html
MRT Nürnberg Praxis Dr. Enders Dr. HautmannNürnberghttps://mrt-nuernberg.de/

Weitere MRT-Anlaufstellen: Wenn kein passendes Zentrum in Ihrer Nähe dabei ist, können Sie über Online-Arztsuchen mit Ihrer Postleitzahl weitere Anlaufstellen in Ihrer Region finden.

🔗 Österreich: Anlaufstelle MRT Termine Österreich

🔗 Deutschland: Anlaufstelle MRT Termine Deutschland Doctolib Buchungstool Deutschland

Was passiert, wenn alles unauffällig bleibt?

Sie haben alle Schritte durchlaufen und trotzdem keine bösartigen Veränderungen festgestellt? War das Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, die körperliche Untersuchung, die Basischecks, die organispezifischen Vorsorgeuntersuchungen und gegebenenfalls auch die bildgebende Diagnostik unauffällig, ist das ein sehr gutes Zeichen. Trotzdem ist es sinnvoll, in der nächsten Zeit etwas genauer hinzuschauen. Nicht, weil möglicherweise etwas „übersehen wurde“, sondern um weiterhin Sicherheit zu haben und mögliche Veränderungen früh zu erkennen. Man spricht hier von einer engmaschigeren Kontrolle.

Was bedeutet das konkret? Der Multi Cancer Check wird je nach individuellem Risiko nach etwa 6 bis 12 Monaten wiederholt. Zusätzlich kann es sinnvoll sein, alle 3 bis 6 Monate kurz beim Arzt bzw. bei der Ärztin vorbeizuschauen, um Blutwerte und das allgemeine Befinden zu überprüfen. Auch die regulären Vorsorgeuntersuchungen, wie Mammographie oder Hautkontrollen, sollten in kürzeren Abständen verfolgt werden.

Das ist keine dauerhafte Umstellung, sondern eine Phase der engmaschigeren Kontrolle. Sobald sich zeigt, dass alles stabil bleibt, kehren Sie wieder in den normalen Vorsorgerhythmus zurück. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin legt gemeinsam mit Ihnen fest, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.

Normale Vorsorge vs. engmaschigere Kontrollen

Die folgende Übersicht zeigt, wie häufig bestimmte Untersuchungen üblicherweise durchgeführt werden und wie sie in einer Phase der genaueren Abklärung angepasst werden können:

🩺 Mammographie
Normaler Rhythmus
Alle 2 Jahre ab 50
Bei unklarem Befund
Jährlich
🧪 Darmspiegelung
Normaler Rhythmus
Alle 10 Jahre ab 50
Bei unklarem Befund
Nach 3-5 Jahren oder früher
🔍 Hautcheck
Normaler Rhythmus
Jährlich ab 35 oder bei erhöhtem Risiko
Bei unklarem Befund
Alle 6 Monate
🧬 PAP-/HPV-Test
Normaler Rhythmus
Alle 3 Jahre ab 30
Bei unklarem Befund
Alle 12-18 Monate
🧔 PSA (Prostata)
Normaler Rhythmus
Alle 2-5 Jahre ab 45 (je nach Wert)
Bei unklarem Befund
Jährlich
🫁 Lungen-CT
Normaler Rhythmus
Jährlich bei erhöhtem Risiko
Bei unklarem Befund
Alle 6-12 Monate
🧬 Multi-Cancer-Check
Normaler Rhythmus
Jährlich
Bei unklarem Befund
Alle 6 Monate
🩸 Blutbild / Entzündungswerte
Normaler Rhythmus
Jährlich
Bei unklarem Befund
Alle 3-6 Monate
Normale Vorsorge vs. engmaschigere Kontrollen

Die folgende Übersicht zeigt, wie häufig bestimmte Untersuchungen üblicherweise durchgeführt werden und wie sie in einer Phase der genaueren Abklärung angepasst werden können:

UntersuchungNormaler RhythmusBei unklarem Befund
MammographieAlle 2 Jahre ab 50Jährlich
DarmspiegelungAb 50, dann alle 10 JahreNach 3–5 Jahren oder früher
HautcheckJährlich ab 35 oder bei RisikoAlle 6 Monate
PAP-/HPV-TestAlle 3 Jahre ab 30Alle 12–18 Monate
PSA (Prostata)Ab 45 bei Risiko, sonst ab 50Jährlich bei Risiko
Lungen-CTBei Risikogruppen jährlichAlle 6–12 Monate
Multi Cancer CheckJährlichNach 6–12 Monaten
Blutbild / EntzündungswerteJährlichAlle 3–6 Monate

Fazit: Was Sie jetzt konkret tun sollten

Ein Ergebnis mit erhöhter Ähnlichkeit im Multi-Cancer-Check ist kein Grund zur Panik, sondern ein Anlass, genauer hinzuschauen. Der Test zeigt, dass sich im Körper etwas verändert hat, aber er sagt nicht, was genau dahintersteckt. Genau deshalb folgt ein klar strukturierter, medizinisch sinnvoller Abklärungspfad: Schritt für Schritt wird geprüft, ob sich der Verdacht bestätigt oder ob sich die erhöhte Ähnlichkeit als harmlos einordnet. In vielen Fällen kann bereits durch eine Nachtestung oder einfache Basisuntersuchungen Entwarnung gegeben werden.

Wichtig ist: Die Abklärung erfolgt gezielt und nicht „auf Verdacht ins Blaue hinein“. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin führt Sie durch diesen Prozess, priorisiert die nächsten Schritte und sorgt dafür, dass nur sinnvolle Untersuchungen durchgeführt werden. Der Multi-Cancer-Check ist damit kein Diagnoseinstrument, sondern ein Frühwarnsystem. Er schafft die Möglichkeit, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und genau das ist der entscheidende Vorteil moderner Prävention. Am Ende steht immer das gleiche Ziel: Klarheit. Und danach: die Rückkehr in eine strukturierte, individuelle Vorsorge.

FAQs - Häufig gestellte Fragen

Nein. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet, dass im Blut ein Muster erkannt wurde, das auch bei Krebserkrankungen vorkommen kann. Es handelt sich dabei nicht um eine Diagnose. Wichtig: Solche Veränderungen können auch durch andere, häufig harmlose Ursachen entstehen, etwa Entzündungen, Infekte oder Stoffwechselveränderungen. Deshalb folgt immer eine strukturierte Abklärung. Der erste Schritt ist in der Regel eine kostenlose Nachtestung, um das Ergebnis zu überprüfen. Erst wenn sich die Auffälligkeit bestätigt, werden weitere Untersuchungen eingeleitet.

Nein. Ein auffälliges Ergebnis bedeutet, dass im Blut ein Muster erkannt wurde, das auch bei Krebserkrankungen vorkommen kann. Es handelt sich dabei nicht um eine Diagnose. Wichtig: Solche Veränderungen können auch durch andere, häufig harmlose Ursachen entstehen, etwa Entzündungen, Infekte oder Stoffwechselveränderungen. Deshalb folgt immer eine strukturierte Abklärung. Der erste Schritt ist in der Regel eine kostenlose Nachtestung, um das Ergebnis zu überprüfen. Erst wenn sich die Auffälligkeit bestätigt, werden weitere Untersuchungen eingeleitet.

Nein. Der Test gibt weder Auskunft darüber, in welchem Organ etwas gefunden wurde, noch über die Art oder das Stadium einer möglichen Erkrankung. Er zeigt lediglich, dass sich im Körper etwas verändert hat. Die genaue Einordnung erfolgt erst im nächsten Schritt durch ärztliche Abklärung und gezielte Diagnostik.

Die Abklärung erfolgt schrittweise und gezielt, nicht alles auf einmal. Nach der Nachtestung beginnt die ärztliche Einordnung (Anamnese und körperliche Untersuchung). Darauf folgen meist einfache, gut verfügbare Basisuntersuchungen, wie Blutwerte oder Ultraschall. Erst wenn sich daraus ein konkreter Verdacht ergibt, werden gezielt weiterführende Untersuchungen eingesetzt, zum Beispiel CT oder MRT eines bestimmten Körperbereichs.

Wenn keine klare Ursache gefunden wird, kann in einem späteren Schritt auch eine umfassendere Bildgebung (z. B. Ganzkörper-MRT oder PET-CT) sinnvoll sein.

Bei einem konkreten medizinischen Verdacht werden notwendige Untersuchungen, wie Ultraschall, Endoskopien oder auch CT/MRT in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Entscheidend ist dabei die ärztliche Begründung. Untersuchungen ohne klare Verdachtsrichtung, etwa ein Ganzkörper-MRT  sind hingegen häufig Selbstzahlerleistungen. Im Zweifel empfiehlt es sich, vorab mit dem behandelnden Arzt oder direkt mit der Krankenkasse zu klären, ob eine (teilweise) Kostenübernahme möglich ist.

Sollten die Folgeuntersuchungen Hinweise auf eine Erkrankung liefern, wird Ihr medizinisches Team gemeinsam mit Ihnen die nächsten Schritte planen. Dazu gehört auch die Entwicklung eines individuell passenden Behandlungsplans.

Wenn sich keine bösartigen Veränderungen im Körper bestätigen, ist das ein sehr beruhigendes Ergebnis. Trotzdem wird in der Regel eine vorübergehend engmaschigere Kontrolle empfohlen. Dazu gehören z. B.:

  • Wiederholung des Bluttests nach 6–12 Monaten
  • regelmäßige ärztliche Kontrollen
  • ggf. häufigere Vorsorgeuntersuchungen

Diese Phase dient der zusätzlichen Sicherheit. Wenn alles stabil bleibt, kehren Sie anschließend wieder in den normalen Vorsorgerhythmus zurück.

Ja, unbedingt. Klassische Vorsorgeuntersuchungen, wie Mammographie, Darmspiegelung oder Hautchecks bleiben weiterhin ein zentraler Bestandteil der Krebsfrüherkennung. Der Multi Cancer Check ergänzt diese Untersuchungen, ersetzt sie aber nicht. Die Kombination mehrerer Verfahren kann helfen, ein breiteres Spektrum möglicher Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Ja. In manchen Fällen zeigt der Test ein auffälliges Signal, obwohl keine Krebserkrankung vorliegt.
Das wird als „falsch-positives Ergebnis“ bezeichnet und ist ein bekannter Aspekt solcher Screeningverfahren.